Jesus

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God is not a man (Michael Gungor)
Hier der Musik-Clip mit dem Originaltext und unserer Übersetzung vom "Wort zum Sonntag" (15. 10. 2011)
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youngsta-Artikel 2011
LAN-MIT-JAN, Version 6.0
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Stellung nahme des CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) zu seinen LAN-Partys:

"Ziel der CVJM-Lanpartys ist es nicht, Aggressionen zu schüren oder gar das Töten zu verherrlichen. Vielmehr geht es darum, spielerische und strategische Aspekte in den Vordergrund zu stellen und Jugendliche für eine Mitarbeit in den pädgogisch-moderierten Projekten zun gewinnen. Spiele, die durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurden oder für die Zielgruppe ungeeignet sind, werden zu keinem Zeitpunkt gespielt. Das Spiel 'Counter Strike' stand nach den Ereignissen von Erfurt in der Kritik. Eine Anhörung bei der Bundesprüfstelle ergab jedoch, dass das Spiel nicht zur Gewaltverherrlichung dient und wurde daher nicht indiziert. Der CVJM versucht, in seinen Projekten ganzheitlich medien- und sozialpädagogisch zu arbeiten. Ein Ignorieren der jugendlichen 'Spieler-Generation', die bereits mit dem Gameboy zu spielen beginnt, ist nach Ansicht des Vereins der falsche Weg. Agressives Verhalten kann und darf nicht alleinig auf den Einfluss von Spielen und Medien reduziert werden. Vielmehr gilt es, im Spiel faires Verhalten zu erlernen. LAN-Partys sind daher integraler Bestandteil medienpädagogischen Arbeitens." Wir von 'Lan mit Jan' unterstützen dieses Statement und möchten es als eine Art Diskussionsgrundlage in der Raum stellen.


Adaption zu Berufungsgeschichte des Petrus (frei nach Lukas 5)

Es begab sich aber, dass sich die User im Internetcafe "Easy Everything" am Hauptbahnhof drängten, um über das Wort Gottes zu chatten. Er sah einen freien Rechner, aber der User Simon war gerade nach Stunden offline gegangen, defragmentierte seine Festplatte und aß seine Chips. Das setzte sich Jesus neben den Internet-Freak Simon an die Tastatur und bat ihn die Kiste neu zu starten und sich ins World Wide Web einzuloggen. Nu schickte er eMails an seine internetsüchtigen Fans ab. Als er damit fertig war, sagte er zu Simon: "Surfe in die Tiefe des Webs und chatte du mit den Menschen" Simon antwortete: "Meister, ich habe die ganze Nacht versucht zu chatten, aber niemand wollte mit mir über Gott reden. Sie wollten nur über Sex, Drugs und Rock'n Roll quatschten. Auf dein Wort aber will ich es noch einmal versuchen. Und als er das tat, kamen sie in einen sonderbaren Chattroom mit einer unvorstellbaren Menge von Chattern, mit lustigen Nicknames, die alle über Religion reden wollten, so dass er sich vor Anworten nicht retten konnte. Daher verständigte er seine Buddies, damit auch sie sich in diesen Chattroom einloggen, und ihm antworten halfen. Als Simon Petrus das sah, fühlte er sich sauschlecht und sagte: "Webmaster, geh weg von mir. Ich bin ein übler Typ und mach sonst nur Ballerspiele in der Dankeskirche." Er war total geschockt über diesen sonderbaren Chatroom und auch die anderen konnten es nicht fassen. Aber Jesus sprach zu Simon: "Don't worry, be happy!" Von nun an wirst du auch die ans Netz kriegen, die nur Ballerspiele machen. Jetzt mach fertig und lass uns eine Dose Red Bull inputen".


Pfarrer fordert Recht auf «Killerspiele» am PC

(jesus.de / epd) - Der Wiesbadener Pfarrer Thomas Hartmann fordert ein Recht auf «Killerspiele» am Computer. «Wenn Jungen nicht mit Waffen spielen dürfen, macht das die Welt nicht automatisch friedlicher», sagte Hartmann am Freitag in Wiesbaden dem epd. Der Pfarrer sprach sich gegen eine Tabuisierung der Gewalt aus. Vielmehr sollte zwischen spielerischer und zerstörerischer Gewalt unterschieden werden. Hartmann hat seine Thesen in dem Buch «Schluss mit dem Gewalttabu» zusammengefasst.
Die sogenannten Killerspiele, die oft als mögliche Ursache für Gewalttaten von Jugendlichen genannt werden, machen nach Hartmanns Worten noch keinen Amokläufer. «Sonst müsste ja die Welt voller Amokläufer sein», sagte der Pfarrer, der selbst ab und zu ein «Ego-Shooter-Spiel» am Computer spielt. In seinem Buch streitet Hartmann mögliche Zusammenhänge zwischen Amokläufen und exzessiven Gewaltspielen nicht ab.
Verbote jedoch können dem Pfarrer zufolge nicht die Erziehung ersetzen. Ein Gewalttabu führe vielmehr zur Unterdrückung aggressiver Gefühle, die sich dann an anderer Stelle Luft machten. Bedenklich findet es Hartmann, wenn Eltern nicht wissen, was ihre Kinder am Computer spielen. Er empfiehlt, durchaus selbst einmal zusammen mit dem Kind ein «Ego-Shooter-Spiel» zu spielen.
Der Pfarrer rät Eltern, sich bei der «Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle» kundig zu machen, wie ein Spiel bewertet wird und für welches Alter es freigegeben wird. Spiele, die erst ab 16 Jahren freigegeben seien, oder gar Erwachsenenspiele gehörten auf keinen Fall in Kinderhände.


Warum Kinder ballern und sich prügeln müssen - ein Interview mit Pfarrer Hartmann

Von Ellen Nieswiodek

Herr Pfarrer Hartmann, Sie treten dafür ein, dass Kinder ballern und raufen müssen. Warum?
Hartmann: Vor allen Dingen den Jungen liegt das Raufen im Blut. Sie messen ihre Kräfte und spüren auf diese Art eigene Grenzen, aber auch die Grenzen der anderen. Das ist ein wichtiger Lernprozess. Früher fand man es übrigens normal, dass Kinder auch mal raufen und toben.

Heißt das, das Verhältnis zur Gewalt hat sich geändert?
Seit der Friedensbewegung sind Eltern und Erziehende viel sensibler im Umgang mit den ganz normalen Raufereien unter Jungen. Die Prügeleien, die Erich Kästner beispielsweise in dem Buch "Das fliegende Klassenzimmer" beschreibt, würden Eltern heute zu Recht nicht mehr akzeptieren. Sie greifen aber meist viel zu früh ein, geben den Kindern kaum noch Gelegenheiten zum spielerischen Kräftemessen. Dabei unterscheide ich klar zwischen spielerischer und zerstörerischer Gewalt.

Sind die Spiele Fluchtorte vor der Erwachsenenwelt?
Kinder und Jugendliche haben zu allen Zeiten ihre eigene Welt gesucht, in der sie sich von den Erwachsenen abgrenzen. Dazu gehören auch Grenzüberschreitungen und Tabubrüche. In meiner Jugend provozierten wir die Eltern mit Postern und Musik von Alice Cooper. Klar nutzen vor allem Jungen auch die Möglichkeit, virtuell aus dem geordneten Milieu auszubrechen.

Und Egoshooter gehören zur Abgrenzung dazu?
Ja, vor allem, weil sie meist heimlich gespielt werden. Was verboten ist, macht man eben heimlich. Das gibt einen bestimmten Kick.

Sind Sie deshalb dagegen, die so genannten Killerspiele zu verbieten?
Ich denke, Bayerns Innenminister Beckstein und der Kriminologe Pfeiffer etwa machen es sich zu einfach. Sie zeigen die schlimmsten Ausschnitte von Shootern und fordern ein Verbot. Man kann aber die Computerspiele nicht auf derartige Szenen reduzieren. Dass andererseits Spiele wie Doom 3 nichts für 13-Jährige sind, ist völlig klar.

Wäre es nicht einfacher, wenn es keine brutalen Spiele mehr zu kaufen gäbe?
Gewalt verherrlichende Spiele sind schon lange verboten, da sind ja zum Glück bereits Grenzen gesetzt. Aber im Internet kommen Jugendliche trotzdem an alles dran. Alles, was verboten ist, hat einen hohen Stellenwert für Jugendliche. Deshalb ist die Medienkompetenz der Eltern so wichtig.

Sie sind also doch nicht für brutale Spiele im Kinderzimmer?
Natürlich nicht. Eltern sollten die Altersempfehlungen der Unterhaltungs-Software-Selbstkontrolle (USK) beachten. Das habe ich bei meinen Kindern auch gemacht. Und indizierte Spiele gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen. Nicht weil sie dadurch zu gewalttätigen Amokläufern würden, das ist absurd. Sondern, weil sie mit den Bildern nicht klar kommen. Außerdem halten die Spiele sie davon ab, andere wichtige Dinge zu tun.

Sie sehen keine direkten Zusammenhänge zwischen Jugendgewalt und Computerspielen?
Wenn es stimmen würde, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Gewalttaten und Spielen gäbe, dann würden die Statistiken anders aussehen. Die Gewalt unter Kindern und Jugendlichen an Schulen hat aber nicht zugenommen, sondern die Zahl der Vorfälle unter Jugendlichen ist sogar insgesamt rückläufig, wie verschiedene Zehnjahresuntersuchungen beweisen.

Sie haben die Amokläufe in den USA und in Deutschland unter die Lupe genommen und herausgefunden, dass 16 der 18 Amokläufer keine Computerspieler waren.
Das habe ich dem Buch von Gerard Jones „Kinder brauchen Monster“ entnommen. Aber egal, wie genau diese Zahl ist, das waren jedenfalls allesamt Menschen, die Hilfe benötigt hätten. Die Hilferufe der Jugendlichen wurden von ihrer Umwelt offensichtlich nicht wahrgenommen. Wir müssen im Vorfeld ansetzen, an der höheren Kompetenz der Lehrer und Eltern arbeiten, sie sensibilisieren. Die Schulsozialarbeit müsste ausgebaut werden. Das ist anstrengend und kostet Geld. Computerspiele zu verbieten ist eine einfache Nummer, die auf dem Papier stattfindet, aber an den wahren Ursachen vorbeigeht.

Sie weisen darauf hin, dass auch die Bibel voller Gewalt ist. Sie sagen sogar, dass manche biblischen Geschichten auch Vorlagen für Ego-Shooter sein könnten. Gehen Sie da nicht ein wenig zu weit?
Mir geht es darum, in der ganzen Diskussion zu zeigen, dass manche Geschichten der Bibel sofort indiziert würden, wenn sie denn als Spiel oder Film daher kämen. Mit dem Hinweis auf die Gewaltbeschreibungen in der Bibel möchte ich einfach zeigen, dass es drastische Gewaltdarstellungen zu allen Zeiten in der Kultur gegeben hat.

Was will die Bibel uns damit ihrer Ansicht nach sagen?
Dass Gewalt zum Menschsein gehört und wir lernen müssen, mit unseren Aggressionen umzugehen.

Sollen also Eltern ihren Teenagern gewalthaltige Spiele erlauben?
Am besten wäre es, wenn Eltern ihre Vorurteile über Bord werfen und sich auf die Welt der Jugendlichen einlassen. Nicht gleich den Stecker ziehen, sondern differenzieren. Nachfragen: Was spielst Du denn? Ist das für dein Alter freigegeben? Verbote müssen an den richtigen Stellen gesetzt werden. Das muss man mit den Kindern besprechen. Dazu gehört natürlich auch, dass Jugendliche sich auf ein Gespräch einlassen. Oft gibt es Kommunikationsstörungen oder andere Probleme in der Familie, das merkt man dann, wenn man Grenzen aushandeln will. Das hat dann aber mit dem Computerspiel nichts zu tun, sondern ist ein allgemeines Erziehungsproblem.

Haben Sie ihren Kindern schon mal ein Computerspiel verboten?
Ja, als mein damals Elfjähriger mit GTA 2 San Andreas nach Hause kam, habe ich mir das angesehen und beschlossen, dass dies Spiel nicht geeignet war. Aber ich habe mit ihm eine Alternative gesucht. Das ist ganz wichtig: Wenn man etwas wegnimmt, sollte man auch einen Ersatz anbieten.

Quelle: jesus.de / Christliches Medienmagazin Pro